Paul Colberg

Paul Colberg (* 9. Februar 1863 in Halle (Saale); † 16. November 1926 in Berlin-Schöneberg) war ein deutscher Pianist und Komponist.

Paul Colberg war das erste von drei Kindern des Versicherungsdirektors Carl Otto Paul Colberg (1837–1906) und seiner Frau Emilie, geborene Keerl (1839–1905). Seine Jugend verbrachte er in Halle bei seinem Großvater Franz Colberg, um in der Familienpension mitzuarbeiten. Nach einer kurzen, nicht abgeschlossenen Lehre in Dresden als Mechaniker, begann er ein Studium am dortigen Konservatorium in der Klasse von Wilhelm Rischbieter, das er ohne Abschluss abbrach, um nach Amerika auszuwandern.

Colberg erreichte am 1. Oktober 1888 New York, um als Musiker in Los Angeles seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1889 wurde er Gründungsmitglied der dortigen „Lodge of the Red Men“. Bereits 1892 kehrte er nach Europa zurück, um seine Reisen fortzusetzen. Ab 1896 lebte er mit seiner ersten Frau Frieda, geborene Schmidt (1874–1946) in London, wo auch mehrere seiner Werke verlegt wurden.

1901 kehrte er nach Dresden zurück und lebte mit seiner Frau von 1902 bis 1913 in der Hohe Straße 38

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, dessen Haus sie zuvor gekauft hatte. Im Parterre des gleichen Hauses wohnte seit 1913 bis zu seinem Tode 1916 auch der Komponist Paul Zuleger. 1913 verließ Colberg seine 11 Jahre jüngere Frau sowie die beiden Kinder Helene (1901–1986) und Henrik (1904–1982), blieb aber zunächst in Dresden. 1914 heiratete er dort seine zweite Frau Elisabeth, geb. Paasch (1890–1919), und wechselte dann 1917 nach Berlin

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. Mit seiner dritten Frau Lina, geb. Loschke (1878–1963), wohnte er in Schöneberg, Bahnstraße 40 (heute Crellestrasse) und arbeitete bis zu seinem Tode 1926 wieder als Lehrer und Komponist.

Nach seinem Tod wurde er, wie auch seine Frau, auf dem Friedhof Wilmersdorf in Berlin beigesetzt.

Um 1889 gründete Colberg in Los Angeles zusammen mit dem Bariton W.R. Stoll, dem Cellisten Bernhart Bierlich und dem Geiger Georg Seemann das ‚German Conservatory of Music‘, dessen erster Direktor er wurde. Er unterrichtete und gab zusammen mit seinen Kollegen und anderen Künstlern, wie dem Geiger L. Tomaszewicz Konzerte. Die Zeit war allerdings von Geldmangel geprägt, sodass Colberg auch als Schauspieler und Sänger auftrat.

Nach seiner Rückkehr 1892 nach Europa veröffentlichte der Verlag Forlivesi in Florenz 1894 mehrere seiner Werke, darunter u.a. die erwähnte Violinsonate. Die Zeitung berichtete 1895 über ein Treffen mit Carl Goldmark und Alberto Franchetti in Wien. Colberg trat in Dresden wieder als Pianist auf und organisierte dort die Aufführung seiner Werke. In London freundete er sich mit dem Geiger August Wilhelmj an, der ihm 1898 eine Anstellung als Professor an der London Academy verschaffte.

1901 nach Dresden zurückgekehrt arbeitete Colberg als Dirigent und Lehrer für Musiktheorie, gab Klavierunterricht und trat immer wieder als Interpret eigener Werke auf, so z.B. am 14. Dezember 1902 im Salon Bertrand Roth. Die Zeitschrift ‚Die Musik‘ schrieb hierzu:

1908 leitete er die Dresdner Erstaufführung des Klavierkonzerts von Ferruccio Busoni mit dem Pianisten Mark Günzburg. 1908 eröffnete er auch den Musiksalon Colberg im Parterre seines Wohnhauses, der bis 1912 bestehen blieb.

Die in den Jahren 1910 bis 1912 von Colberg zusammen mit dem Dichter Friedrich Ernst Köhler-Haussen (1872–1946) komponierten Sprechtondichtungen „Das große Narrenspiel“ (Premiere: 26. oder 27. November 1910 in Chemnitz) und „Der gläserne Berg“ (Premiere: Oktober 1911 in Chemnitz) stellen als „Vereinigung des gesprochenen Wortes mit der Musik“ eine Novität dar, die neben einer durchweg positiven Aufnahme in Dresden und Umgebung auch in überregionalen Musikzeitschriften mehrfach rezensiert wird. Die Aufnahme bei der überregionalen Kritik war reservierter:

Beide Werke schafften es nicht, gedruckt zu werden. Nur die Texte von Köhler-Haussen wurden zusammen mit Notenbeispielen 1911 im Epistel-Verlag gedruckt.

In seiner Berliner Zeit veröffentlichte Colberg nur noch zwei Werke: 1919 erschien „Die Nacht“ für Cello und Klavier und 1922 die beiden Lieder für Gesang, Flöte und Klavier als Auftragswerk des jüdischen Flötisten Alfred Lichtenstein (1901–1986). Aufführungen sind nicht mehr nachweisbar.

1907 veröffentlichte Colberg ein Buch mit dem Titel „Als fahrender Musikant in Kalifornien“. Das Vorwort beginnt mit den Worten:

Das Buch schildert im ersten Teil von Herbst 1889 bis Sommer 1891 die Gründung und den Aufbau des ‚German Conservatory of Music‘ und die damit verbundenen finanziellen Schwierigkeiten. Der zweite Teil spielt im Sommer 1891 und beschreibt einen abenteuerlichen Klaviertransport durch die mexikanische Wüste, die anschließende Flucht vor Dieben, Notwehr bei einem Überfall, erneute Flucht vor Dieben per Schiff und die Rückkehr nach San Diego.

Anhand des Los Angeles Herald der Jahre 1889–1892 lassen sich die im Buch genannten Personen fast vollständig als Musikerkollegen und Schüler Colbergs identifizieren. Im Adressbuch (city directory) von Los Angeles des Jahres 1891 wird Colberg zudem als Direktor des ‚German Conservatory of Music‘ aufgelistet. Colberg war zudem Klavierbegleiter des Geigers Emil Seiffert auf dessen Abschiedstournee in Los Angeles. Da Emil Seiffert später in einen Betrugsprozess verwickelt war und in Berlin verurteilt wurde, wäre Colberg auch in Deutschland leicht als Autor identifizierbar gewesen, daher änderte er dessen Namen in Emil Schille.

Ein ganzes Kapitel nehmen die Umstände um das Konzert auf dem Kriegsschiff ‚Charleston‘ ein, das um den 12. Juli 1891 stattgefunden haben muss. Zwar ist die ‚Charleston‘ Ende Juli in Santa Monica nachweisbar, aber das Konzert ist im Los Angeles Herald nicht nachweisbar.

Die Werke sind heute vergessen.

Die Werke sind nach Erscheinungsjahr und -ort gruppiert, der zumeist auch der jeweilige Aufenthaltsort von Colberg war.

Italien 1892–1893

Dresden 1894–1895

London 1896–1901

Dresden 1902–1916

Berlin 1917–1926

Bücher

Colberg hatte in seinen Konzerten versucht, bevorzugt eigene Werke vorzutragen. Folgende Werke sind über Bücher, Konzertprogramme und –kritiken belegt, aber nicht im Druck nachweisbar. Manuskripte sind nicht erhalten.

Los Angeles 1889–1892

London 1896–1901

Dresden 1902–1916

Berlin 1917–1926

Dresden 1902–1916

Berlin 1917–1926

The Austonian

The Austonian ist der Name eines Wolkenkratzers in Austin, Texas. Es ist 208 Meter (683 ft) hoch und ist damit das höchste Gebäude der Stadt, knapp 45 Meter höher als die 360 Condominiums. Außerdem war es bei seiner Errichtung das höchste ausschließlich als Wohnraum genutzte Gebäude in Nordamerika westlich des Mississippis. Es besitzt 56 Stockwerke.

Der Bau des The Austonian war ursprünglich für das Jahr 2006 geplant. Das 200 Millionen Dollar teure Projekt sollte 213 Meter hoch aufragen. Dies sollte im Zuge des Wohnungsbau-Booms in Austin geschehen

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. Ein Jahr später wurde die Höhe auf 208 Meter reduziert. Am 31. August 2007 begann die Konstruktion mit dem ersten Spatenstich. Am 4. Juni 2009 war es das zweithöchste Gebäude der Stadt, höher als der Frost Bank Tower. Am 1. Juli desselben Jahres wurde es zum höchsten Gebäude der Stadt. Im Jahr 2010 wurden alle äußerlichen Arbeiten abgeschlossen. Nachdem dort im Mai 2010 die Veranstaltung Women’s Symphony League Designer Showhouse stattfand, eröffnete es im Juni 2010 und war für die ersten neuen Bewohner bezugsbereit. Im November 2010 erlangte es eine 5-Sterne-Benotung von Austin Energy Green Building.

Kopf-Zwergginster

Kopf-Zwergginster (Chamaecytisus supinus)

Der Kopf-Zwergginster oder Kopf-Geißklee (Chamaecytisus supinus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Zwergginster (Chamaecytisus) in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae). Dieser Zwergstrauch hat zwei Blühphasen (Frühling und Sommer) und ist durch seinen Gehalt an Alkaloiden giftig.

Der Kopf-Zwergginster ist ein dornenloser Zwergstrauch, der Wuchshöhen von meist 20 bis 60, selten bis zu maximal 120 Zentimetern erreicht. Die aufsteigenden oder niederliegenden Stängel sind im ersten Jahr zottig behaart und verkahlen im zweiten Jahr. Beim Trocknen werden die Stängel schwarz.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist dreizählig gefiedert. Die Fiederblättchen sind (10 bis) 15 bis 35 (bis 50) Millimeter lang und meist 7 bis 15 Millimeter breit. Die Blattform ist verkehrt-eiförmig bis elliptisch, wobei der Blattgrund keilförmig ist. Die Fiederblättchen sind auf beiden Seiten zottig behaart, wobei die Oberseite verkahlen kann

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Die Seitenknospen sind 2 bis 3 Millimeter lang und dicht behaart. Sie werden nicht vom Blattgrund verdeckt. Das Tragblatt und die Vorblätter der Knospen sind wintergrün.

Es gibt zwei Blühphasen: Die Frühjahrsblüten erscheinen im April und Mai, die Sommerblüten im Juli und August. Die Frühlingsblüten stehen einzeln bis zu dritt an seitenständigen Kurztrieben, die in den Blattachseln der vorjährigen Zweige entspringen. Die Sommerblüten stehen zu zweit bis sechst (bis zehnt) in kopfigen, endständigen traubigen Blütenständen an den diesjährigen Langtrieben. Die Blütenstiele sind kurz und zottig behaart.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist 12 bis 14 Millimeter lang und abstehend weichhaarig. Die Unterlippe des Kelchs ist länger als breit; die Kelchzähne sind spitz und zurückgebogen. Die Blütenkronen haben den typischen Aufbau einer Schmetterlingsblüte. Die Krone ist gelb und bei den Frühlingsblüten 17 bis 21, bei den Sommerblüten 20 bis 25 Millimeter lang. Die Fahne hat oft einen rot-braunen Fleck und ist meist kahl, oder ist nur in der Mitte bewimpert. Flügel und Schiffchen sind kahl und deutlich kürzer als die Fahne.

Die bei der Reife schwarz werdende Hülsenfrucht ist 20 bis 30 Millimeter lang sowie 5 bis 6 Millimeter breit und abstehend zottig behaart. Die Samen sind 2,5 bis 3,5 Millimeter lang, flach und von glänzend rot-gelber bis brauner Farbe.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 12; es kommt Tetra- und Octoploidie vor mit Chromosomenzahlen von 2n = 48 oder 96.

Alle Pflanzenteile, besonders die Samen, sind durch ihre Chinolizidinalkaloide giftig. In den krautigen Pflanzenteilen beträgt der Anteil 0,3 bis 0,5 Gewichtsprozent, davon entfallen auf Lupanin 57 bis 63 %, auf Spartein 0 bis 25 % und auf Anagyrin 0 bis 16 %. Das Hauptalkaloid der Samen ist Cytisin.

Beim Kopf-Zwergginster handelt es sich um einen skleromorphen Nanophanerophyten oder verholzender Chamaephyten.

Die Bestäubung erfolgt durch Hummeln. Bei der Fruchtreife trocknen die Hülsen aus, springen auf und verstreuen die Samen. Diese werden dann von Ameisen weiterverbreitet.

Die Raupen des Regensburger Gelbling (Colias myrmidone) ernähren sich ausschließlich vom Kopf-Zwergginster und dem verwandten Regensburger Zwergginster.

Chamaecytisus supinus ist in Mittel- und Südeuropa verbreitet. Das Verbreitungsgebiet reicht von Frankreich über das Donaugebiet, die nördlichen Balkanländer bis zum Schwarzen Meer. Diese Verbreitung wird als pontisch bezeichnet. Es ist die am weitesten verbreitete Zwergginster-Art.

In Deutschland ist der Kopf-Zwergginster nur in Bayern (Donautal) heimisch, in Brandenburg (Oder- und Haveltal) und Thüringen (Creuzburg, Mühlhausen) ist sie eingeschleppt worden (Neophyt), ebenso im Raum Mannheim. In Österreich fehlt sie in Tirol und Vorarlberg. Im pannonischen Gebiet ist der Kopf-Zwergginster häufig, ansonsten selten.

Der Kopf-Zwergginster wächst in warmtrockenen Wäldern (Föhren- und Eichen-Wälder), in Heiden, Säumen und Halbtrockenrasen. Er wächst auf trockenen, lehmigen und felsigen Hängen und Böschungen und meidet Kalkböden. Er kommt nur bis in die (unter)montane Höhenstufe vor. Im Bayerischen Wald steigt er bis in Höhenlagen von 630 Metern, in Niederösterreich bis 950 Metern. Er ist vor allem in den Gesellschaften des Cytiso supini-Callunetum und Cytiso nigricantis-Pinetum zu finden.

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Cytisus supinus durch Carl von Linné. Die Neukombination zu Chamaecytisus supinus (L.) Link wurde 1831 durch Johann Heinrich Friedrich Link in Handbuch zur Erkennung der nutzbarsten und am häufigsten vorkommenden Gewächse, 2, S. 155 veröffentlicht. Das Artepitheton supinus bedeutet „rückwärts gebogen“.

Charles Paris

Charles S. “Chuck” Paris (* 25

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. September 1911; † 19. März 1994 bei Tombstone, Arizona) war ein amerikanischer Comiczeichner.

Chuck Paris wuchs in Greensboro, North Carolina auf. 1934 ging er nach New York City. Er begann in den 1940er Jahren als hauptberuflicher Comiczeichner zu arbeiten. Obwohl er auch gelegentlich Arbeiten als Bleistiftzeichner ablegte – so die Zeichnungen für die Hefte Batman #42 und #46 – hat er sich im Laufe seiner Karriere überwiegend als Inker (Tuschezeichner) betätigt, der die Überarbeitungen der Bleistiftzeichnungen anderer Künstler mit Tusche besorgt.

In den 1940er Jahren beteiligte Paris sich als Partner von Bob Kane an der visuellen Umsetzung der damals in zahlreichen amerikanischen Tageszeitungen erscheinenden Batman-Comicstrips. In den 1950er und 1960er Jahren tuschte Paris schließlich eine große Zahl von Heften der Serien Batman und Detective Comics, wobei vor allem die Zeichner Sheldon Moldoff und Dick Sprang seine künstlerischen Partner waren. Darüber hinaus war Paris an der Serie Metamorpho beteiligt.

Seit Anfang der 1980er Jahre lebte er in Catalina, Arizona. Er starb an den Folgen eines Autounfalls in der Nähe von Tombstone

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, Arizona.

Tschuktschensee

Die Tschuktschensee (engl. Chukchi Sea, russ. Чуко́тское мо́ре/Tschukotskoje more) ist ein Randmeer des Nordpolarmeeres mcm taschen sale.

Die Tschuktschensee liegt nördlich der Nahtstelle von Amerika und Asien und erstreckt sich unmittelbar nördlich des Polarkreises von etwa 66,5° bis 80° nördlicher Breite und von 160° bis 180° westlicher Länge. Die Fläche beträgt rund 582.000 km².

Im Norden geht die Tschuktschensee in das „Eismeer“ über und grenzt im Nordwesten an die Wrangelinsel und damit an die Ostsibirische See

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. Im Osten stößt sie an Nordwest-Alaska (USA) und im Nordosten an die Beaufortsee. Im Süden grenzt sie an die Beringstraße, die zum Beringmeer überleitet. Die westliche Abgrenzung ist Ostsibirien (Russland, Asien); dort liegen die Tschuktschen-Halbinsel und das Ostsibirische Bergland.

Das nach dem ostsibirischen Volk der Tschuktschen benannte Meer ist mit einer durchschnittlichen Tiefe von nur 77 Metern sehr flach. Nur in der Zeit von Juli bis Oktober ist sie entlang der sibirischen Küste schiffbar. Zahlreiche Tier- und Vogelarten sind hier Sommergäste.

Seit 2010 ist Royal Dutch Shell in dem Gebiet aktiv und arbeitet an einer Ausbeutung der Ölvorkommen in dem arktischen Meer. Auch ConocoPhillips und Statoil Chart wollen ab 2014 beziehungsweise 2015 in der Tschuktschensee bohren. Die vergleichsweise teure Förderung in der Arktis steht in Konkurrenz zu dem durch Fracking gewonnenen Schiefergas und -öl in den USA

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. Für den russischen Teil der Tschuktschensee interessieren sich unter anderem Gazprom und seine internationalen Partner.

Koordinaten:

Ältere liturgische Bewegung

Die später sogenannte ältere liturgische Bewegung war eine Reformbewegung der Liturgie in den evangelischen Kirchen Deutschlands um die Wende vom 19

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. zum 20. Jahrhundert. Sie war verbunden mit den beiden in Straßburg lehrenden Professoren Friedrich Spitta (1852–1924) und Julius Smend (1857–1930).

Nach einzelnen liturgiewissenschaftlichen Arbeiten, die bereits von dem Bestreben nach einer „Reform des evangelischen Kultus“ im Sinne einer Modernisierung geprägt waren, war das eigentliche Sammelbecken der älteren liturgischen Bewegung die von den beiden Straßburger Professoren 1896 gegründete Zeitschrift Monatsschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst (MGkK), die bei Vandenhoeck und Ruprecht in Göttingen verlegt wurde. Bereits ein Jahr nach Gründung der Zeitschrift verzeichnete sie 320 Mitarbeiter.

Schon in der Zeit des Ersten Weltkriegs schwand die Bedeutung der älteren liturgischen Bewegung und kam spätestens mit dem Tod der beiden Protagonisten zu einem Ende. Die MGkK existierte zwar noch bis 1941 weiter, wies aber kein einheitliches Gepräge mehr auf. Außerdem trat seit den 1920er-Jahren eine sogenannte jüngere (auch: zweite) liturgische Bewegung auf den Plan, die fortan das Geschehen bestimmen sollte.

Die ältere liturgische Bewegung wandte sich gegen den Agendenzwang, der die gottesdienstliche Erneuerung mehr verhindere denn ermögliche. Aus diesem Grund solle alles bloß Konventionelle abgelegt und das gegenwärtige Erfahren und Erleben der Menschen geltend gemacht werden. Die Bewegung war geleitet von dem Anliegen: „Unser Gottesdienst muss moderner werden!“

Schwerpunkte waren:

Die ältere liturgische Bewegung knüpfte an die Liturgik Friedrich Schleiermachers an, einer Festtheorie, bei der es um die „Darstellung des Glaubens“ einer Gemeinschaft ging, und entwickelte diese weiter. So solle die Form des Gottesdienstes „aus dem gottesdienstlichen Leben und Empfinden der Gemeinde herauswachsen“. Kriterium für diese Modernisierung ist die „Wahrhaftigkeit“, die als Übereinstimmung des religiösen Empfindens mit der liturgischen Form verstanden wurde.