Volksgarten Lütgendortmund

Der Volksgarten Lütgendortmund ist ein waldreicher Park im Dortmunder Stadtteil Lütgendortmund.

Die Entstehung des Volksgarten Lütgendortmund fällt in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und in die in Europa entstehende Volksgarten­bewegung.
1885 forderten Bürger ein Gelände für einen Volksgarten im Raum Dortmund als Gegenstück zur massiven Industrialisierung der Natur. Auf Initiative des Lütgendortmunder Amtmanns Westermann wurde 1898 ein 1,5 Hektar großes Grundstück erworben, das jedoch keineswegs ausreichte.
1904 lebte dann die Idee zum Anlegen des Volksgarten wieder auf und die Gemeindevertreter sprachen sich für die Anlage eines nun 6,5 Hektar großen Volksgarten aus. Da die Finanzierung nicht ausreichend gesichert schien, bat man die Harpen AG um Finanzierungshilfe. Schließlich stimmte 1906 der Landrat der Gemeinde Lütgendortmund für die Errichtung des Volkspark. Eine Volksgarten-Verwaltungskommission wurde gebildet und das Projekt des Landschaftsarchitekten Martin Peters gewann die Ausschreibung. Gleichzeitig fand auch die Planung einer Festhalle für den Volksgarten Anklang. Von 1907 bis 1910 erfolgte die Ausführung der Volksgartenanlage in mehreren Bauabschnitten und wurde 1911 eröffnet.
siehe auch: Volksgarten Mengede
51.5063888888897.3319444444444Koordinaten: 51° 30′ 23″ N, 7° 19′ 55″ O

Lodovico Frapolli

Louis oder Lodovico Frapolli (* 26. oder 23. März 1815 in Mailand; † 25. April 1878 in Turin) war ein italienischer Geologe und Politiker.

Seine Familie stammte ursprünglich aus Scareglia im Schweizer Kanton Tessin, und hatte sich in Mailand niedergelassen.
1840 brach er als österreichischer Major seine Militärkarriere ab und studierte Geologie in Paris. Als Zivilingenieur unternahm er Studienreisen durch Frankreich, Deutschland und Schweden. Im Sommer 1846 hielt er an der kaiserlichen Akademie in Berlin einen Vortrag Betrachtungen über die Lage der neptunischen Formation und über die Bildung der Erdrinde. Um 1847 verfasste er einen Aufsatz über die Lagerung der secundären Flöze im Norden des Harzes.
1848 beteiligte er sich an den italienischen Befreiungskämpfen, der Risorgimento und Römischen Republik, für die er auf Mission in Paris war. Nachdem er 1849 aus Frankreich ausgewiesen wurde, beantragte er im Tessin Asyl und erhielt infolge seiner Herkunft die Schweizer Staatsbürgerschaft. Er wurde Mitarbeiter einiger liberaler Zeitungen und hatte engen Kontakt zur Tipografia Elvetica, die 1853 geschlossen wurde. Er engagierte sich für den Bau der Straße durch das Val Colla, die Schaffung des kantoner Lyzeums und interessierte sich für Eisenbahnfragen.
1859 nahm er am Krieg gegen Österreich teil. Von 1860 bis 1874 war er Abgeordneter im italienischen Parlament auf Seiten der radikalen Opposition. Er führte diplomatische und militärische Aufträge aus. 1866 traf er sich in Berlin mit György Klapka.
1864 beteiligte er sich als Freimaurer am Zusammenschluss freimaurerischer Großlogen zum Grande Oriente d’Italia. Nach Abdankung des Großmeisters Nigra wurde der Erste Deputierte Großmeister Filippo Cordova, der dieses Amt sei 1861 innehatte, zum neuen Großmeister. 1869 wurde Frapollis Großmeister des Großorients. Unter seinem Vorsitz trat ein Kongress von 150 Logen in Florenz zusammen und einigte sich auf allgemeine Grundsätze, die teilweise scharf antiklerikal waren. Während seiner Amtszeit verlegte er den Sitz des Großorients von Florenz in das eroberte Rom. Bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Kriegs (1870/1871) eilte er zu Giuseppe Garibaldi, der auf französischer Seite kämpfte, und legte seine Großmeisterwürde am 7. September 1870 nieder. Bis zur Ersatzwahl wurde für ihn Giuseppe Mazzoni mit der Führung betraut.
Er soll Suizid begangen haben.

Bely Jar (Tomsk)

Bely Jar (russisch Белый Яр) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Tomsk (Russland) mit 7996 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).
Die Siedlung liegt im Südosten des Westsibirischen Tieflands, etwa 300 km nordöstlich der Oblasthauptstadt Tomsk, am Fluss Ket, einem rechten Nebenfluss des Ob.
Bely Jar ist Verwaltungszentrum des Rajons Werchnjaja Ket (Oberer Ket).
Der Ort besitzt eine Anlegestelle am Ket und ist Endpunkt der 1973 von Assino verlängerten Eisenbahnstrecke von Taiga über Tomsk.

Das Dorf Bely Jar entstand etwa 1930, wurde 1939 Verwaltungszentrum des Rajons und erhielt 1964, mit Baubeginn der Bahnstrecke ab Assino, den Status einer Siedlung städtischen Typs.
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Verwaltungszentrum: Tomsk
AssinoR | KedrowyS | KolpaschewoR | SewerskS/G | StreschewoiS | TomskS/R
Bely JarR
Alexandrowskoje | Baktschar | Kargassok | Koschewnikowo | Kriwoscheino | Melnikowo | Moltschanowo | Parabel | Perwomaiskoje | Podgornoje | Syrjanskoje | Teguldet
Liste der Städte in der Oblast Tomsk | Verwaltungsgliederung der Oblast Tomsk
Anmerkungen: S – Sitz eines Stadtkreises, R – Verwaltungszentrum eines Rajons, G – Geschlossenes administrativ-territoriales Gebilde (SATO)

Friedrich Mettegang

Friedrich Mettegang (* 27. Juni 1854 in Frankfurt am Main; † 28. September 1913 in Mainz; vollständiger Name: Hyppolyt Karl Dietrich Friedrich Mettegang) war ein deutscher Architekt und Eisenbahn-Baubeamter.

Friedrich Mettegang wurde als Sohn des aus Soest gebürtigen Frankfurter Kaufmannes Wilhelm Mettegang (1862 Prokurist in der Fabrik chemischer Produkte „C. Zimmer“) und seiner Frau Adolphine Mettegang, geborene von Nostitz-Jakowsky, geboren. Nach dem Besuch des Städtischen Gymnasiums seiner Geburtsstadt, das er zu Ostern 1874 mit Ablegung der Reife verließ, besuchte er zunächst die Polytechnische Schule in Darmstadt, bevor er die Studienjahre 1877/78 bis 1879/80 an der Polytechnischen Schule in Hannover verbrachte. Nach einer Zeit der praktischen Ausbildung legte Mettegang dann im Juni 1882 vor der technischen Prüfungs-Kommission in Hannover die Bauführer-Prüfung im Hochbaufach ab. Noch im selben Monat erfolgte seine Ernennung zum Regierungs-Bauführer. Es folgten weitere Jahre der praktischen Mitarbeit als Königlicher Bauführer, bevor er nach Ablegung des Zweiten Staatsexamens im Mai 1889 zum Königlichen Regierungsbaumeister (Assessor) ernannt wurde.
Spätestens seit 1898 hielt sich Mettegang dann in Köln auf, wo er zunächst als außeretatmässiger Hilfsarbeiter in der Hochbauabteilung der Königlichen Eisenbahndirektion Beschäftigung fand. Unter Umgehung des Engpasses an freien Planstellen in Köln wurde Mettegang dann im Oktober 1900 formell im Dienstbereich der Königlichen Regierung Königsberg (Preußen) als Kreisbauinspektor in Wehlau angestellt. Dort wurde er durch den Regierungsbaumeister Schroeder vertreten, während er selbst auftragsweise weiterhin bei Eisenbahn-Hochbauten in Köln eingesetzt wurde. Erst im April 1901 konnte Mettegang als Landbauinspektor eine etatmässige Hilfsarbeiterstelle bei der Eisenbahndirektion Köln einnehmen. Bis zu seiner Versetzung zur Königlich preußischen und Großherzoglich hessischen Eisenbahndirektion nach Mainz im März 1908, war Mettegang insbesondere im Bereich des im Ausbau befindlichen Kölner Eisenbahnrings mit der Planung und Ausführung größerer Bahnhofsanlagen befasst. Hierbau erwarb sich Mettegang insbesondere dadurch Verdienste, das er auch bei einfachen Zweckbauten, wie Stellwerken, auf eine „künstlerisch gemackvolle Ausstattung“ Wert legte. Von Mainz aus betreute er dann den Ausbau des Eisenbahnnetzes in der Großherzoglich hessischen Landeshauptstadt Darmstadt. Im Mai 1911 erlangte er als Direktionsmitglied die Beförderung zum Regierungs- und Baurat bei der Eisenbahndirektion in Mainz, an der er als Dezernent für Hochbauangelegenheiten wirkte.
Die letzte große Entwurfsarbeit von Friedrich Mettegang war die Ausarbeitung der Planungen zu dem Bahnhof in Oldenburg, vor dessen Vollendung er unverheiratet in Mainz starb.
An den Monatskonkurrenzen des Architekten Vereins zu Berlin beteiligte sich Friedrich Mettegang dreimal. Allerdings nicht mit Skizzen zu beispielsweise Hochbauten. Im Februar 1886 nahm er mit einem Entwurf für eine „Privatbühne“ teil, im November 1886 mit Weinflaschenetiketten für das Weingut Franz Wilhelm Langguth in Trarbach: „Zeltinger Burg Auslese“ und schließlich im Oktober 1889 mit dem Entwurf einer „Tanzkarte für einen Gesellschaftsabend des Architekten-Vereins zu Berlin“.
Auferstehungskirche in Katowice
Düsseldorfer Gewerbeausstellung 1902: Ausstellungsgebäude der Staatsbahn
Düsseldorfer Gewerbeausstellung 1902: Empfangsgebäude der Staatsbahn
Vorplatz und Empfangsgebäude des Aachener Hauptbahnhofs
Bahnhof Bad Godesberg
Bahnhof Köln-Mülheim
Bahnhof Köln-Mülheim, Schnitt durch die Eingangshalle
Bahnhof Kalk-Süd um 1910
Hauptbahnhof Darmstadt 1915
Bahnhof Darmstadt Nord
Darmstadt, Wasserturm von Westen
Hauptbahnhof Oldenburg
Hauptbahnhof Oldenburg: Speisesaal I. und II. Klasse
Hauptbahnhof Oldenburg: Blick in die Schalterhalle

Théobald Bacher

Theobald Jakob Justinus Bacher, französisch Théobald Jacques Justin Bacher, ab 1810 Baron de Bacher, auch Reichsbaron von Bacher (* 17. Juni 1748 in Thann, Elsaß; † wohl 1813), war ein französischer Diplomat. In der Zeit von 1777 bis 1812 war er mit verschiedenen diplomatischen und nachrichtendienstlichen Missionen in der Alten Eidgenossenschaft, im Heiligen Römischen Reich und im Rheinbund beauftragt.

Bacher war eines von sechs Kindern des aus Blotzheim gebürtigen Arztes Georg Friedrich Bacher (* 1709) und seiner Frau Sybilla Franziska, geborene Fritz, der Tochter des Thanner Bürgermeisters Andreas Fritz. Im Alter von 14 Jahren trat er in das Bataillon de Colmar ein. Als junger Offizier war er zu Dienstleistungen im Generalstab der im Siebenjährigen Krieg am Niederrhein gegen Preußen operierenden französischen Armee eingesetzt. Mit dem Frieden von 1763 erhielt er sogleich wieder den Abschied vom Militär, wahrscheinlich auf eigenen Antrag hin. Vermutlich hat er anschließend in Straßburg studiert. Um das Jahr 1768 hielt er sich in Berlin auf, um sich militärisch nach preußischem Muster schulen zu lassen. Dort kam er auch mit dem Prinzen Heinrich von Preußen in Kontakt. Nachdem Bacher Berlin wieder verlassen hatte, wurde er in Frankreich zum aspirant d’artillerie et du génie und bald darauf zum Ingénieur-géographe-militaire surnuméraire ernannt. 1771 trat er erneut in das Bataillon de Colmar ein und bekleidete den Rang eines Lieutenants. Zwei Jahre darauf erhielt er eine Beurlaubung, um sich im französischen Außenministerium in Paris auf eine diplomatische Laufbahn vorzubereiten. Beim Straßburger Provinzial-Artillerieregiment erhielt er im Jahr 1777 den Status eines Reserveoffiziers.
Im gleichen Jahr wurde er zur französischen Botschaft in der Schweiz in Solothurn entsandt, um als Sekretär und Dolmetscher bei Vertragsverhandlungen zwischen Schweizer Kantonen und Frankreich zu dienen. Danach übernahm er dort einen ständigen Posten als Gesandtschaftssekretär und Dolmetscher und schied aus dem aktiven Heeresdienst aus. Bis 1791 vertrat er Frankreich auf dem Schweizerischen Landtag zu Frauenfeld, sofern der jeweilige französische Gesandte – Heraclius de Polignac, Jean Gravier de Vergennes und zuletzt Charles Olivier de Vérac – verhindert war. 1791 stieg er als chargé d’affaires zum selbständigen bevollmächtigten Geschäftsträger Frankreichs in der Eidgenossenschaft auf, nachdem sein Vorgänger im Amte sich dienstliche Unregelmäßigkeiten hatte zuschulden kommen lassen. Gleichzeitig wurde er von Ludwig XVI. mit dem St.-Ludwig-Orden geehrt. In den Jahren 1791 bis 1793 wurde Bacher – wohl auch aus Karrieregründen – Schritt für Schritt zu einem Anhänger der Französischen Revolution. 1792 zog Frankreich Bacher von seinem Solothurner Gesandtschaftsposten ab, nachdem wegen seiner Sympathien für die Revolution ein eidgenössischer Ausweisungsbefehl ergangen war. Im Auftrag von François Barthélemy wirkte er anschließend als Agent in Basel, um insbesondere die Neutralität des Kantons Basel im Ersten Koalitionskrieg zu überwachen. Von Basel aus organisierte er ab 1793 einen umfassenden Nachrichtendienst für die Erste Französische Republik. Bachers Agenten- und Spionagenetz erstreckte sich dabei nicht nur über Teile der Schweiz, sondern über den gesamten süddeutschen Raum bis nach Mainz, Frankfurt am Main und Regensburg. Zusammen mit Barthélemy und dem Baseler Stadtschreiber Peter Ochs hatte er dort außerdem maßgeblichen Anteil am Zustandekommen des Friedens von Basel 1795. Auch mit Verhandlungen zum Austausch von Gefangenen war Bacher befasst. So leitete er etwa die Verhandlungen, die dazu führten, dass Marie Thérèse Charlotte de Bourbon, die Tochter des 1793 hingerichteten französischen Königs, zum Austausch gegen französische Gefangene 1795 an den Wiener Hof entlassen wurde. Nachdem Bachers Vorgesetzter Barthélemy am 26. Mai 1797 in das 2. Direktorium gewählt worden war, stieg er selbst wieder zum offiziellen Geschäftsträger Frankreichs in der Schweiz auf. In dieser Stellung erzwang er, dass französische Emigranten, die Frankreich wegen der Revolution verlassen hatten, aus der Schweiz ausgewiesen wurden.
Kurz nach dem Frieden von Campo Formio, am 16. November 1797, wurde Bacher zum chargé d’affaires am Reichstag des Heiligen Römischen Reichs in Regensburg befördert. Dieser Posten, der ihm de jure nur die Stellung eines Privatmanns, de facto aber die Funktion eines offiziellen französischen Gesandten verlieh, sollte Frankreich dazu dienen, einen diplomatischen Kontakt zu den Reichsständen zu halten, mit denen es sich offiziell im Kriegszustand befand. Gleichzeitig steuerte Bacher dort ein geheimdienstliches Netzwerk, das der Französischen Republik – insbesondere ihrem Außenminister Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord, den französischen Gesandten beim Rastatter Kongress, dem französischen Gesandten Jean Baptiste Bernadotte in Wien und den Generälen der französischen Rheinarmee – Informationen über politisch und militärisch relevante Vorgänge lieferte. In Bachers politischer Korrespondenz finden sich frühe Hinweise auf den Gedanken, dass ein Corps Germanique aus einer Konföderation von Reichsständen, jedoch ohne Preußen und Österreich, mit Frankreich in ein Schutzbündnis treten sollte (→ Drittes Deutschland). Die politische Situation spitzte sich für Frankreich – und damit auf für Bacher auf seinem Regensburger Posten – Ende 1798 zu, als sich unter russischer Initiative ein neues Bündnis gegen Frankreich zum Zweiten Koalitionskrieg zu formieren begann. Als sich Bacher in dieser Situation einmischte, die Reichsstände zu beeinflussen begann und offiziell gegen einen Vorstoß Österreichs am Reichstag intervenierte, ließ ihn Erzherzog Karl am 9. März 1799 aus Regensburg ausweisen.
Bacher siedelte auf neutrales hessisches Gebiet nach Hanau über, wo er bis zum Oktober 1800 blieb, unter Geldmangel litt und als Kommissar für den Gefangenenaustausch agierte. Mit dem Ende 1799 erfolgenden Rückzug russischer Truppen nach Russland und militärischen Siegen Frankreichs verbesserte sich die französische Verhandlungsposition in Deutschland zusehends. Wilhelm, der Landgraf von Hessen-Kassel, und andere deutsche Souveräne nahmen verstärkt diplomatischen Kontakt zu Bacher auf. In dieser Situation erteilte ihm das Direktorium die förmliche Erlaubnis, weitere Eröffnungen über Friedensanträge der Reichsstände entgegenzunehmen. Nach dem Frieden von Lunéville, der Bachers Auftrag als Kommissar für den Gefangenenaustausch beendete, reiste er von Frankfurt am Main, wo er ab Oktober 1800 gewohnt hatte, um in einen besseren Kontakt mit den rheinischen Höfen treten zu können, wieder nach Regensburg.
Auf der Reise nach Regensburg, wo er am 20. Mai 1801 seine vormaligen Tätigkeiten einschließlich der Spionage wieder aufnahm, ließ der kurmainzische Minister Franz Joseph von Albini in Aschaffenburg Bacher als Vertreter Napoleons einen Empfang mit militärischen Ehren bereiten. Die herausgehobene Stellung, die Bacher fortan als französischer Geschäftsträger beim Reichstag einnahm, unterstreicht insbesondere das heutige Präsidialpalais, das ihm als repräsentativer Wohnsitz in Regensburg zugewiesen wurde. Bei den am Reichstag anlaufenden Verhandlungen engagierte sich Bacher besonders für die Entschädigung der im Zuge des Friedens von Lunéville depossedierten Reichsfürsten, die vertragsgemäß innerhalb des Reichs zu erfolgen hatte. Diese Verhandlungen mündeten bald in Pläne zur Säkularisation der geistlichen Reichsstände. Mit ihrer Inkraftsetzung durch den Reichsdeputationshauptschluss veränderten diese Pläne die Landkarte und das Machtgefüge des Reiches einschneidend. 1804 erhielt Bacher von Talleyrand das Kreuz der Ehrenlegion zugesandt. Während des Dritten Koalitionskriegs hielt sich Bacher vom 16. Dezember 1805 bis zum 8. Januar 1806 in Wien auf. Seine dortige Mission ist nicht bekannt. Er kehrte nach Regensburg zurück. Am 1. August 1806 überreichte Bacher beim Reichstag jene berühmte französische Note, worin Kaiser Napoleon als Protektor des im Juli gegründeten Rheinbundes verkündete, die Verfassung des Heiligen Römischen Reichs nicht mehr anzuerkennen. Am 11. August ließ der österreichische Außenminister Johann Philipp von Stadion Bacher und den Mitgliedern des Reichstags durch eine Note, die der dortige Gesandte Egid Joseph Karl von Fahnenberg übermittelte, mitteilen, dass Franz II. am 6. August 1806 die Reichskrone niedergelegt habe.
Parallel zu diesen Ereignissen hatte Bacher von Napoleon den Auftrag erhalten, sich gemeinsam mit den Gesandten der Rheinbundstaaten nach Frankfurt am Main zu begeben, wo nach der Rheinbundakte der Sitz der Konföderation der rheinischen Bundesstaaten unter dem Vorsitz ihres Fürstprimas, des vormaligen Reichserzkanzlers Karl Theodor von Dalberg, eingerichtet werden sollte. Bei seiner Versetzung nach Frankfurt am Main erhielt Bacher eine förmliche Beglaubigung Napoleons für seine diplomatische Mission als französischer Geschäftsträger beim Rheinbund. Dieses lose konstruierte Staatenbündnis stellte sich Bacher als fortzuentwickelnden Ansatz einer straffen Zusammenfassung deutscher Staaten unter französischem Protektorat vor, mit einem stehenden Heer, mit einer geschriebenen Verfassung und gemeinsamem Rechtswesen, mit Bundesorganen, etwa einem obersten Bundesgericht sowie einer Bundesversammlung, die den ehemaligen Reichstag ersetzen sollte. Jene Erwartungen wurden allerdings enttäuscht, nicht zuletzt von Napoleon selbst, der keine Anstrengungen in diese Richtung unternahm. Auch sonst wurden Bachers Erwartungen an seine Frankfurter Position kaum erfüllt, denn Napoleon ernannte als diplomatische Vertreter Frankreichs in einzelnen Rheinbundstaaten selbständige Gesandte, die Bacher insoweit funktionslos machten. So beschäftigte sich Bacher zu einem wesentlichen Anteil mit Sonderaufträgen seiner Regierung, etwa der Feststellung und Einziehung der Güter des Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein, als dieser sich 1808 den Zorn des französischen Kaisers zugezogen hatte. Eine weitere Funktion Bachers als Geschäftsträger Frankreichs beim Rheinbund war es, die Aufstellung der in der Rheinbundakte vorgeschriebenen Militärkontingente der Rheinbundstaaten zu überwachen, insbesondere diejenigen der kleineren Staaten. 1809 erhielt er den Auftrag, sich zur Grande Armée nach Österreich zu begeben, um dort als Directeur générale de la Police zu fungieren. In dieser Funktion hatte er die Aufsicht über die Wiener Polizei. Seine Stellung nutzte er im Oktober 1809 dazu, die Akten des Reichshofrats zu beschlagnahmen und nach Paris abtransportieren zu lassen. Ende 1809 kehrte er nach Frankfurt am Main zurück. Auf Bachers Bitte hin, durch Nobilitierung seinen Kollegen im Range gleichgestellt zu werden, ernannte Napoleon ihn am 29. Dezember 1809 zum Baron d’Empire.
Bachers letzte Tätigkeit im politischen Dienst seiner Nation war die eines kaiserlichen Kommissars zur Besitzergreifung des Fürstentums Salm und des Herzogtums Arenberg-Meppen zu Beginn des Jahres 1812, nachdem er im Dezember 1811 bereits das Gebiet des Herzogtums Oldenburg Frankreich einverleibt hatte. Alle diese Staaten des Rheinbundes waren durch Beschluss des französischen Senats widerrechtlich vom Ersten Kaiserreich annektiert worden, um eine bessere Grundlage für die Durchsetzung der gegen Großbritannien errichteten Kontinentalsperre zu erhalten. Als Bacher diese Tätigkeiten verrichtete, war er bereits mit Schreiben vom 6. Dezember 1811 durch Außenminister Talleyrand von seinem Frankfurter Posten abberufen worden. Ein Nachfolger wurde nicht benannt. In der Folgezeit erkrankte Bacher schwer. Dies berichtete ein ehemaliger Kollege Bachers am Hofe des Großherzogtums Frankfurt am 10. November 1813. Nachrichten über seine weiteren Aufenthalte, seine Erkrankung, sein Ableben und den Ort seiner Bestattung existieren nicht, allerdings findet sich ein Bericht, dass er nach der Völkerschlacht bei Leipzig, die am 19. Oktober 1813 beendet war, starb.

Falk Schindler


Falk Schindler (* 21. September 1978 in Dresden) ist ein deutscher Fußballspieler, der seit 2008 beim VFC Plauen unter Vertrag steht. Bekannt wurde er durch eine Dopingaffäre im Jahre 2005 als Spieler von Kickers Emden.

Der 1,83 m große und 72 kg schwere offensive Mittelfeldspieler spielt beidfüßig und begann seine Karriere bei der SG Striesen. Bereits von der C- bis zur A-Jugend spielte er für Dynamo Dresden. Im Juli 1996 wechselte er, noch immer als Juniorenspieler, zum Hamburger SV, wo er meist in der zweiten Herrenmannschaft zum Einsatz kam. Lediglich unter Frank Pagelsdorf trainierte er vorübergehend bei den Profis mit. Nach insgesamt sieben Jahren in der Hansestadt wechselte er 2003 ablösefrei zum Chemnitzer FC, wo er weiterhin in der Nordstaffel der Fußball-Regionalliga spielte. Im Jahre 2005 folgte ein Wechsel zu Kickers Emden.
Am 17. September 2005 wurde Falk Schindler nach dem Spiel Fortuna Düsseldorf gegen Kickers Emden, in dem er ein Tor zum 1:2-Auswärtssieg seiner Mannschaft beisteuerte, bei einem Dopingtest positiv auf die Substanz Carboxyfinasterid getestet, die sowohl von der Welt-Antidoping-Agentur WADA als auch vom Weltfußball-Verband FIFA als verboten eingestuft wird. Sie selbst wirkt nicht leistungssteigernd, kann aber die Einnahme von leistungssteigernden Substanzen wie Anabolika verschleiern. Der Wirkstoff war in einem Mittel gegen Haarausfall enthalten, das Falk Schindler schon seit Jahren regelmäßig eingenommen hatte, aber erst 2005 auf die Dopingliste gesetzt wurde. Der Spieler wurde daraufhin für ein halbes Jahr gesperrt und das Regionalligaspiel mit 2:0 für Düsseldorf gewertet. Überdies wurde Falk Schindler fristlos von seinem Verein entlassen, wobei wohl auch finanzielle Gründe eine Rolle spielten. Allerdings wurde die Entlassung später wieder rückgängig gemacht, nachdem immer klarer wurde, dass Schindler das Finasterid nicht aus dem Grund einnahm, um andere Substanzen zu verschleiern.
Wenige Wochen nach Schindlers Vergehen kam es zu einem sehr ähnlichen Fall in der 2. Bundesliga, in dessen Folge Nemanja Vučićević vom TSV 1860 München ebenso gesperrt wurde.
Nach dem Absitzen seiner bis zum April 2006 gültigen Sperre fand Schindler wieder den Anschluss an die Regionalligamannschaft von Kickers Emden. Insgesamt erzielte er in der Saison 2005/06 sechs Tore in 13 Spielen. In der folgenden Spielzeit, die Emden auf Rang 4 beendete, steuerte er drei Treffer in 18 Partien bei. Im Juli 2007 wechselte Falk Schindler zum Oberligisten FV Dresden-Nord, der sich während der folgenden Saison in SC Borea Dresden umbenannte. Nach nur einem Jahr ging er im Sommer 2008 zum VFC Plauen, der in die Regionalliga Nord aufgestiegen war. In den folgenden Spielzeiten gelang ihm mit dem Verein jeweils der Klassenerhalt. Die Saison 2009/10 war für Schindler mit neun Toren in 33 Einsätzen und Abschlussrang sieben die erfolgreichste. Mit dem VFC Plauen qualifizierte er sich 2012 für die neu geschaffene Regionalliga Nordost. Im Jahr 2015 stieg er mit Plauen in die Oberliga Nordost ab.

Burg Altraderach

Die Burg Altraderach, auch Castrum in Radray, Alte Burg oder Heidenschlösschen genannt, ist eine abgegangene Burg im Bereich zwischen Unterraderach und Raderach. Der noch gut sichtbare Burgstall liegt auf der Gemarkung Kluftern der Stadt Friedrichshafen im Bodenseekreis (Baden-Württemberg).

Die Burg wurde im 12. Jahrhundert von den Herren von Raderach erbaut, 1160 erstmals mit Werner von Raderach urkundlich erwähnt, der die Übergabe von Eigenleuten an das Kloster St. Blasien bezeugt, Am 14. März 1280 verspricht Graf Manegold von Nellenburg dem Bischof von Konstanz gegen 150 Mark Silber das Castrum in Radray, das er von Wernher von Roderach erkauft und von König Rudolf zu Lehen empfangen hatte, von diesem Lehensverhältnis zu befreien und dem Hochstift Konstanz als Eigentum zu übergeben. Von diesem wurde die Burg später aufgegeben.
Die Kernfläche der Burg beträgt etwa 20 auf 21 Meter. Sie ist von einem heute noch gut zu erkennenden Ringgraben umgeben, der durch eine Wallrippe nach außen abgegrenzt wird. Der Ringgraben geht an der steilen östlichen Hangseite direkt in den Hang über, an den anderen Seiten sind noch Reste eines Vorwalls zu erkennen. Die flache Nordseite der Anlage wird durch einen hohen Vorwall und einen etwa 2,5 Meter tiefen Graben geschützt, der an der nordwestlichen Ecke der Anlage durchbrochen ist, offenbar lag zwischen dieser Ecke und der westlichen Wallrippe ein (wahrscheinlich jüngerer) Zugang. An der westlichen Seite ist der Vorwall deutlich niedriger, aber noch gut zu erkennen, an der Südseite ist er zu einer Terrasse mit einer leichten Erhöhung abgerutscht.
Die örtliche Überlieferung siedelt hier die Geschichte der Rosa von Tannenburg – die Alte Burg entspricht dabei der Tannenburg – und der ebenfalls abgerissenen Neuen Burg (Fichtenburg) in Raderach an. In der Folge gibt es in Raderach eine Fichtenburgstraße, in dem näher liegenden Unterraderach eine Tannenburgstraße.
Schlösser: Wasserschloss Bambergen | Schloss Billafingen | Schloss Birnau | Schloss Brochenzell (Schloss Humpis) | Schloss Buchhorn | Wasserschloss Burgberg | Schloss Efrizweiler | Schloss Friedrichshafen | Schloss Heiligenberg | Schloss Helmsdorf | Schloss Hersberg | Schloss Hohenstein | Schloss Hornstaad | Schloss Kattenhorn | Schloss Kirchberg | Schloss Liebenau | Schloss Markdorf (Altes Schloss, Bischofsschloss) | Schloss Maurach | Neues Schloss Meersburg | Schloss Montfort | Schloss Salem | Schloss Spetzgart | Neues Schloss (Tettnang) | Altes Schloss (Tettnang) | Torschloss Tettnang | Schloss Überlingen
Burgen und Ruinen: Burg Alt-Heiligenberg (abgegangen) | Burg Altraderach (Weiherberg, Heidenschlösschen) (abgegangen) | Burgruine Altsummerau | Wasserburg Argen (abgegangen) | Burg Baitenhausen (abgegangen) | Burg Baumgarten (abgegangen) | Burg Berg (abgegangen) | Burg Bermatingen (abgegangen) | Burgruine Ebersberg | Burg Echbeck (abgegangen) | Burg Falkenhalden (Falkenstein) (abgegangen) | Burg Frickingen (abgegangen) | Burg Gießen | Burg Hagenau (abgegangen) | Burguine Hohenbodman | Burgruine Hohenfels (Alt-Hohenfels, Nieder-Hohenfels) | Burgruine Hüneberg (Burghalde) | Burg Ittendorf | Burg Kilsenberg (abgegangen) | Lenensburg (abgegangen) | Burg Leonegg (abgegangen) | Burg Löwental (Eichstegen) (abgegangen) | Burg Markdorf (Altschloss) (abgegangen) | Burg Meersburg (Altes Schloss) | Burg Nesselwangen (abgegangen) | Burg Neu-Raderach (abgegangen) | Burguine Neusummerau | Burg Oberraderach | Burg Ramsberg (abgegangen) | Burg Sammletshofen (abgegangen) | Burg Waldburg (abgegangen) | Burg Zwingenburg
Festungen: Festung Gustavsburg (Befestigte Reichsstadt Buchhorn)
Turmhügelburgen (alle abgegangen): Burg Bürgberg | Burg Nüffern
Herrensitze: Adelssitz Berg (abgegangen) | Fürstenhäusle | Schloss Hirschlatt | Schloss Killenberg | Rothsches Palais
Burgställe (abgegangene, unbekannte Burgen): Burgstall über dem Achtobel | Befestigung im Banzenreuter Wald | Burgstall über dem Beurenhof | Burgberg Boshasel | Burgstall am Buchholz | Burgstall Buggensegel | Schloßbühl Burg | Bürgle | Schlossbühl Deggenhausen | Burgstall Drachenstein | Burgstall Eichle | Burgstall über dem Eisbrunnen | Befestigung Egg | Burgstall Hagenau | Wallanlage Heidengestied | Burgstall Hornstein | Burgstall Jettenhausen | Schlossbühl Kaltbächle | Burgstall Kaplinz | Burgstall Kohlberg | Schloßbühl Limpach | Burgstall Margarethenberg | Schlossbühl Oberuhldingen (Burg Oberrieden?) | Schloßbühl Owingen | Burghügel Sandacker | Burgstell Schiggendorf | Schwedenschanze | Burgstall am Seilerstobel (Ettenburg?) | Burgstall Hohenlinden | Burgstall im Wiedenholz | Burgstall Zielbühl
Wehrkirchen: Wehrkirche Bonndorf (St. Pelagius und Verena) | Wehrkirche Immenstaad (St. Jodokus)

Golanhöhen

Die Golanhöhen (arabisch هضبة الجولان Hadbat al-Dschaulān, DMG Haḍbat al-Ǧawlān, hebräisch רמת הגולן Ramat haGolan, deutsch [ɡoˈlaːn] ausgesprochen) sind im geographischen Sinne ein dünn besiedelter, hügeliger Landstrich im Nahen Osten. International anerkannt als Teil Syriens, befinden sich die Golanhöhen seit 1967 großteils unter israelischer Kontrolle. Israel verwaltet die annektierten Gebiete als Teil seines Nordbezirks; Syrien beansprucht das Gebiet komplett und zählt es zu seinem Gouvernement Quneitra, ein kleiner Landstrich steht seit 1974 unter UN-Kontrolle (UNDOF). Der Status der Golanhöhen ist ein Hindernis für die Friedensverhandlungen zwischen den beiden Staaten.

Bei den Golanhöhen im geographischen und geologischen Sinne handelt es sich um ein basaltisches Hochplateau vulkanischen Ursprungs zwischen dem See Genezareth und der syrischen Hauptstadt Damaskus, das durch den Jarmuk im Süden, den See Genezareth und die Chulaebene im Westen, den Hermon im Norden und den Wadi ar-Ruqqad im Osten begrenzt ist. Ein großer Teil des Gebiets liegt etwa bei 1000 m, die Fläche beträgt bei einer Länge von 60 km und einer Breite von 25 km insgesamt 1.150 km². Die höchste Erhebung ist im Norden der Hermon mit 2814 Metern. Durch die Höhe liegt im Winter so viel Schnee, dass bei der israelischen Siedlung Newe Atiw ein Skigebiet eingerichtet werden konnte – das einzige in den von Israel beherrschten Regionen.
Die größte Stadt der Golanhöhen war das syrische Quneitra, das von der israelischen Armee während des Sechstagekrieges 1967 besetzt wurde. Im Jom-Kippur-Krieg 1973 wurde die Stadt von der syrischen Armee zwischenzeitlich zurückerobert. 1974 zog sich die israelische Armee, die den syrischen Angriff zurückgeworfen hatte, aus der Stadt zurück, die seitdem zu dem von der UN überwachten Gebiet gehört. Bevor sich die israelischen Truppen zurückziehen wollten, mussten die 37.000 Einwohner die Stadt verlassen. Quneitra soll nach Angaben der syrischen Seite daraufhin von der israelischen Armee zerstört worden sein; die UN bestätigten diese Angaben. Nach israelischer Darstellung sei Quneitra jedoch bereits im Jom-Kippur-Krieg 1973 von syrischer Artillerie so zugerichtet worden. Die Stadt wurde bis heute nur zu geringen Teilen wieder aufgebaut. Der israelische Hauptort des Golan ist Katzrin. Insgesamt wohnen auf den Golanhöhen etwa 20.000 jüdische Israelis in 33 Städten und Dörfern sowie eine ähnliche Anzahl Drusen in einem kleinen Gebiet mit vier Dörfern im Norden des Golan.
Die Böden des Golan sind sehr steinig und große Flächen sind potenziell vermint. Die Niederschläge sind vergleichsweise hoch. Israel bezieht einen Großteil seines Trinkwassers indirekt (über den Jordan und den See Genezareth) von den Golanhöhen. 8.100 Hektar Land werden landwirtschaftlich genutzt, unter anderem für den Weinbau. Weitere 46.575 ha dienen als Weideland für zirka 15.000 Rinder und 5.000 Schafe, die für die Milch- und Fleischproduktion genutzt werden.
Die Besiedlung reicht bis weit in die Urzeit zurück. Jüngste Funde zeigen, dass bereits der Homo neanderthalensis in dieser Region seine Spuren hinterlassen hat.
Eine jüdische Besiedlung der Golanhöhen reicht bis in die Antike zurück. Ähnlich wie in Masada am Toten Meer gab es in Gamla (Gamala) eine Festung von Zeloten, die allerdings von den Römern im Jahr 67 nach relativ kurzer Zeit eingenommen wurde. Unter dem politischen, wirtschaftlichen und religiösen (vor allem im Byzantinischen Reich) Druck der herrschenden Mächte schwand, wie überall im Nahen Osten, die jüdische Bevölkerung. Das Gebiet wurde von Arabern und Drusen besiedelt.
Um 1900 wurden auf den Golanhöhen jüdische Siedlungen gegründet. 1923 wurden in einem Abkommen zwischen England und Frankreich die Golanhöhen vom britischen Mandatsgebiet Palästina abgetrennt und dem französischen Mandatsgebiet Syrien und Libanon angeschlossen. Im Unterschied zum britischen bestanden für das französische Mandatgebiet keine Bedingungen über eine Förderung zionistischer Interessen. Alle jüdischen Siedlungen wurden Anfang der 1920er Jahre aufgegeben.
Die Golanhöhen wurden von Syrien als militärischer Stützpunkt genutzt, von dem aus immer wieder israelische Gemeinden beschossen wurden. Dies galt insbesondere für die an den Golan grenzenden israelischen Dörfer in den entmilitarisierten Zonen, welche im Zuge des Waffenstillstandsabkommens von 1949 eingerichtet wurden. Arabische Versuche, diese Gebiete zu besiedeln, wurden von Israel verhindert.
Während des Sechstagekriegs besetzte Israel die Golanhöhen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen forderte Israel im November 1967 in seiner Resolution 242 zum Rückzug auf und betonte die Unzulässigkeit des Gebietserwerbs durch Krieg. Während und nach dem Krieg wurden bis auf die Drusen, welche man größtenteils weiter dort wohnen ließ, nahezu alle arabischen Bewohner (etwa 120.000) aus dem Gebiet vertrieben. Ein Grund dafür war, dass seit den Zeiten des britischen Mandats relativ gute und friedliche Beziehungen zwischen den Drusen und der jüdischen Bevölkerung und Führung bestanden. 1979 bot Israel den Drusen auf dem Golan die Möglichkeit an, die israelische Staatsbürgerschaft zu erwerben, was aber nur von wenigen Drusen angenommen wurde. In den Jahren 1981/1982 kam es zu massiven Protesten der Drusen gegen Israel. Es wurde unter anderem auch die Rückkehr des Gebiets zu Syrien gefordert. Später folgte die israelische Besiedlung, die vom Weltsicherheitsrat in seinen Resolutionen 446 und 452 von 1979 ausdrücklich als illegal verurteilt wurde. Zwar konnte Syrien Teile des Golans im Jom-Kippur-Krieg 1973 zunächst wieder besetzen; diese Gebiete gingen jedoch im weiteren Verlauf der Kämpfe wieder verloren. In seiner Resolution 338 vom Oktober 1973 forderte der UN-Sicherheitsrat außer einem Waffenstillstand die Umsetzung aller Teile der Resolution 242, also auch den israelischen Rückzug. Im folgenden Jahr schlossen Israel und Syrien ein Waffenstillstandsabkommen, außerdem wurde eine Pufferzone unter UN-Kontrolle (UNDOF) eingerichtet. Die 1967 von den Israelis besetzte Stadt Quneitra liegt in dieser Pufferzone.
Am 14. Dezember 1981 erließ Israel ein Gesetz, das sein Recht und seine Verwaltung auf das Gebiet ausweitete. Dieser Vorgang wurde in der israelischen und der internationalen Öffentlichkeit allgemein als Annexion bezeichnet. Am 17. Dezember 1981 erklärte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen das Gesetz auf einer Sondersitzung in seiner Resolution Nr. 497 für null und nichtig (null and void).
2000 scheiterten Verhandlungen über die Golanhöhen mit Syrien unter dem israelischen Premier Ehud Barak. Die israelische Regierung unter Ariel Scharon kündigte Anfang Januar 2004 an, in neuen Gemeinden weitere 900 Familien auf dem Golan ansiedeln zu wollen in der Absicht, die Bevölkerung dort innerhalb von drei Jahren zu verdoppeln.
Am 3. November 2012 drangen drei syrische Panzer begleitet von zwei gepanzerten Transportfahrzeugen in die demilitarisierte Zone auf den Golanhöhen ein. Dabei lieferten sie sich ein Feuergefecht mit syrischen Rebellen in der Ortschaft Bir Adscham. Schon zuvor waren syrische Mörsergranaten in der demilitarisierten Zone eingeschlagen. Als Reaktion auf diese Aktionen der syrischen Armee legte Israel bei der in der demilitarisierten Zone stationierten UN-Friedenstruppe Beschwerde ein. Zwei Tage später wurde nach Angaben der israelischen Streitkräfte ein Armeefahrzeug auf den Golanhöhen nahe der Demarkationslinie von mehreren aus syrischem Gebiet abgefeuerten Geschossen getroffen. Zwar wurde dabei das Fahrzeug beschädigt, doch niemand verletzt. Ob diese Schüsse von der syrischen Armee oder von den Rebellen abgegeben wurden, konnte nicht ermittelt werden. Am 11. November wurde ein israelischer Grenzposten auf den Golanhöhen von einer syrischen Mörsergranate getroffen. Schon zuvor waren einige Geschosse der syrischen Armee auf den Golanhöhen eingeschlagen. Zwar wertete die israelische Regierung den Beschuss als Versehen, doch feuerten die israelischen Streitkräfte als Warnung noch am selben Tag mindestens eine Panzerabwehrrakete auf syrisches Territorium ab. Erneut legte die israelische Regierung bei der auf den Golanhöhen stationierten UN-Truppe Beschwerde ein. Einen Tag später reagierte die israelische Armee auf eine syrische Granate, welche in der Nähe eines israelischen Militärpostens eingeschlagen war, indem sie die für den Beschuss verantwortliche Artillerieeinheit mit Panzern unter gezieltes Feuer nahm.
Aufgrund der Eskalation des Bürgerkriegs in Syrien beschloss die österreichische Bundesregierung am 6. Juni 2013, binnen 4 Wochen alle 320 UN-Soldaten von den Golanhöhen abzuziehen.
Israel macht für die Besetzung militärstrategische und die Wasserversorgung betreffende Gründe geltend. Von Stellungen auf den Golanhöhen kann die syrische Artillerie weite Teile Nordisraels beschießen, was sie vor der israelischen Besatzung 1967 auch regelmäßig tat. Bereits seit 1964 versuchte Syrien, das Wasser des Jordan durch Umleitung der nicht auf israelischem Gebiet liegenden Quellflüsse des Jordan, Banyas und Hasbani, vermehrt selbst zu nutzen. Die vollständige oder teilweise Rückgabe der Golanhöhen an Syrien soll nach israelischer Position nur im Zuge eines vollwertigen Friedensvertrages erfolgen, der auch Lösungen für diese Fragen einschließt. Einige Annäherungsversuche zwischen Israel und Syrien waren zuletzt im Jahr 2000 gescheitert. Mehrere israelische Ministerpräsidenten haben ihre grundsätzliche Bereitschaft zu territorialen Kompromissen signalisiert, zuletzt Ehud Olmert. Im Dezember 2003 schlug der syrische Präsident Baschar al-Assad zunächst erfolglos eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Israel vor. Obwohl die israelische Regierung offizielle Kontakte zu Syrien verneinte, fanden seit 2004 indirekte Gespräche zwischen beiden Staaten unter türkischer Vermittlung statt. Im Mai 2008 gaben die syrische und die israelische Regierung bekannt, offizielle Friedensgespräche aufzunehmen, in denen die Rückgabe der Golanhöhen im Zentrum der Verhandlungen stehen werde.
Zu den Golanhöhen zählen auch die Schebaa-Farmen, die vor allem von der Hisbollah-Bewegung für den Libanon beansprucht werden und als Hauptvorwand dienen, die von Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates geforderte Entwaffnung dieser Gruppierung zu verhindern und Israel weiter als Besatzungsmacht im Libanon zu brandmarken. Gemeinsam mit Syrien wird geltend gemacht, Syrien habe das Gebiet 1951 an den Libanon abgetreten. Die Vereinten Nationen erkennen diese Abtretung jedoch nicht an, weil es dafür keine Beweise gibt, und betrachten es deshalb weiterhin als syrisch. Der ungelöste Konflikt ist deshalb indirekt über den syrischen Einfluss im Libanon und auch direkt über die ungeklärte Frage der Schebaa-Farmen mitverantwortlich für die andauernden Spannungen im Libanon.
3335.751000Koordinaten: 33° 0′ N, 35° 45′ O

Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern

Das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern ist eine Informations- und Arbeitsstelle für Musiktradition in Bruckmühl in Oberbayern.
Aus verschiedenen privaten Sammlungen zur Volksmusik wurde im Jahre 1985 das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern gegründet, nachdem im ehemaligen Krankenhaus des Marktes Bruckmühl hierfür Räumlichkeiten gefunden werden konnten. Unter der Leitung von Ernst Schusser sammeln, archivieren und dokumentieren die Mitarbeiter Material der regionalen Musiktradition. Für den heutigen Gebrauch der Volksmusik stellt das Archiv auch aufbereitete Quellen zur Verfügung. Auf Anfrage bietet das Archiv Hilfestellung für Sänger oder Musikanten für alle Variationen der traditionellen oberbayerischen Volksmusik.
Schon im Jahr 1973 hat der Bezirk Oberbayern als einer der ersten Bezirke begonnen systematische Brauchtumspflege durch wissenschaftliche Sammlung von Quellen der Volksmusik zu betreiben. Damit betraut war der „Volksmusikpfleger“. Seit 1996 ist die Volksmusikpflege mit dem Volksmusikarchiv zusammengeführt worden.
Volksmusikpflege und Volksmusikarchiv haben traditionelle Volkslieder in bearbeiteter Form populär gemacht (siehe etwa: Bayerischer Hiasl (Volkslied); Bernauerin (Volksballade); Tannhauser).
http://www.volksmusikarchiv.de/

Albert Schewketowitsch Selimow

Boxen
Albert Schewketowitsch Selimow (lesgisch Сели́мов Шевке́тан хва Альбе́рт / Selimow Schewketan chwa Albert, russisch Альберт Шевкетович Селимов, aserbaidschanisch Albert Səlimov; * 5. April 1986 in Kaspijsk, Dagestanische ASSR, Sowjetunion) ist ein ehemals russischer, jetzt aserbaidschanischer Boxer aus dem Volk der Lesgier.

Albert Selimow stammt aus der russischen Teilrepublik Dagestan. Er begann als Jugendlicher mit dem Boxen und lebt und trainiert in Machatschkala. Sein dortiger Trainer ist Nuripascha Talibow. Albert Selimow ist Rechtsausleger, verfügt über eine ausgezeichnete Technik und Schlaghärte.
Im Jahr 2004 wurde er russischer Juniorenmeister im Bantamgewicht und wurde bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Jeju/Südkorea in dieser Gewichtsklasse eingesetzt. Er gewann dort seinen ersten Kampf gegen den Bulgaren Saigan Sabri nach Punkten, verlor aber schon in der nächsten Runde in einem von viel Taktik geprägten Gefecht gegen den Türken Serdar Avcı mit 2:5 Punkten und schied unplatziert aus.
2005 startete er erstmals bei den russischen Meisterschaften der Senioren im Federgewicht. Er kam dort bis in das Finale, in dem er gegen den erfahreneren Sergei Ignatiew nach Punkten verlor. Im gleichen Jahr gewann er dann das gut besetzte Multi-Nations-Tournament in Ballybunion/Irland mit Siegen über Jason Hastie, Schottland, Bashir Hassan, Schweden und Marcel Herfurth, Deutschland.
Bei den russischen Meisterschaften 2006 wurde Albert Selimow mit einem Abbruchsieg in der zweiten Runde über Afanassi Poskatschin erstmals russischer Meister im Federgewicht. In dieser Gewichtsklasse war er auch bei der Europameisterschaft in Plowdiw am Start. Er gewann dort in überzeugender Manier den Europameistertitel. Er erzielte auf dem Weg zu diesem Erfolg folgende Siege: Abbruchsieg in der zweiten Runde über Sandor Racz, Ungarn, Abbruchsieg in der zweiten Runde über Edgar Manukjan, Armenien, Abbruchsieg in der zweiten Runde über Stephan Smith, England und Punktsieg über Sahin Imranow, Aserbaidschan. Beim Weltcup in Baku, der im Herbst des Jahres 2006 stattfand, siegte er dann auch noch gegen Yie Longwang aus China und Dimitri Bulenkow aus der Ukraine, musste aber gegen Yuriorkis Gamboa aus Kuba eine Abbruch-Niederlage in der 2. Runde hinnehmen.
2007 wurde Albert Selimow mit einem Punktsieg im Finale über Alexei Schaidulin erneut russischer Meister im Federgewicht. Bei einem Mannschaftsturnier in Kaliningrad siegte er dann auch über Sharif Aitbajew aus Usbekistan und erneut über Sahin Imranow nach Punkten. Von seinem Trainer Nuripascha Talibow und vom russischen Verbandstrainer Alexander Lebsiak bestens vorbereitet startete er bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago. Er gewann dort über Julian Stan aus Rumänien durch Abbruch in der ersten Runde, und über Marcel Herfurth aus Deutschland (30:6), Bahodirjon Sultanow aus Usbekistan (24:9) und Raynell Williams aus den USA (25:8) jeweils klar nach Punkten. Im Halbfinale kam er zu einem kampflosen Sieg über Yakup Kılıç aus der Türkei und im Finale besiegte er in einem spannenden Gefecht Wassyl Lomatschenko aus der Ukraine mit 16:11 Punkten. Damit war er Weltmeister der Amateure im Federgewicht 2007.
Im März 2008 startete Albert Selimow beim Feliks-Stamm-Memorial in Warschau im Federgewicht. Nach einem Punktsieg über den Chinesen Gu Yu (20:9) konnte er verletzungsbedingt zu seinem nächsten Kampf gegen den Polen Michail Chudecki nicht antreten. Aber bereits im April 2008 war er von seiner Verletzung genesen und gewann beim 27. Gee-Bee-Tournament in Helsinki die Konkurrenz im Federgewicht. Er besiegte dabei Joseph Murray aus England, Wael al-Khaghani aus Finnland und Bohodirion Sultanow sicher nach Punkten.
Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking galt Selimow als einer der Favoriten auf den Gewinn der Goldmedaille. Er wurde jedoch bereits in der ersten Turnierrunde Wassyl Lomatschenko, seinem Finalgegner der WM 2007, zugelost und verlor gegen den Ukrainer, der in der Folge auch die Goldmedaille gewann, mit 7:14 Punkten.
Nach den Olympischen Spielen 2008 wechselte Albert Selimow in das Leichtgewicht, um dem ständigen Abtrainieren weitgehend zu entgehen. Er fasste in dieser neuen Gewichtsklasse sofort Fuß belegte beim Welt Cup 2008 in Moskau den 1. Platz. Auf dem Weg zu diesem Zurniersieg schlug er Sergei Tschigaschew, Russland, José Pedraza, Puerto Rico (14:4) und Hu Qing aus der Volksrepublik China (12:10) jeweils nach Punkten.
2009 sicherte er sich im Juni des Jahres in Tschechow beim russischen Qualifikations-Turnier für die Weltmeisterschaft in Mailand mit Siegen über Artur Ganejew, Farid Aleschkin und Semen Griwachew den Startplatz im Leichtgewicht. In Mailand kam er in seinen ersten vier Kämpfen zu hohen Punktsiegen über Mohammad Aziz aus Afghanistan (25:1), Erick Bonez, Ecuador (18:0), Sailom Ardee, Thailand (14:8) und Éverton Lopes aus Brasilien. Im Halbfinale unterlag er aber etwas überraschend gegen José Pedraza aus Puerto Rico (5:9), gegen den er beim Welt Cup in Moskau 2008 noch gewonnen hatte, gewann damit aber noch eine Bronzemedaille.
Im Jahre 2010 knüpfte Albert Selimow an die Erfolge von 2006 und 2007 an, wo er Welt- und Europameister geworden war. Er besiegte bei der Europameisterschaft dieses Jahres in Moskau Romal Amanow, Aserbaidschan (15:2), Rachid Azzedine, Frankreich (7:3), Redouane Kaya, Schweden (4:2), Eric Donovan, Irland (8:2) und Thomas Stalker, England (8:4) jeweils nach Punkten und gewann damit zum zweitenmal den Europameistertitel im Leichtgewicht.
Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Baku schied Selimow bereits im ersten Kampf gegen Hector Manzanilla, Venezuela, aus, da er in der zweiten Runde aufgrund eines Tiefschlags disqualifiziert wurde. Auch die zweite Möglichkeit zur Olympiaqualifikation, das europäische Olympiaqualifikationsturnier in Trabzon, konnte Selimow nicht nutzen, da er sich bereits im ersten Kampf verletzte.
Nach der verpassten Olympiaqualifikation orientierte sie Selimow sich neu und ging nach Aserbaidschan. Seinen ersten Titel für dieses Land errang er bei den Europaspielen 2015, welche er mit einem Finalsieg über Sofiane Oumiha, Frankreich (3:0), gewann.
Bei den Weltmeisterschaften 2015 in Doha gewann Selimow Silber, nachdem er gegen Sean McComb, Irland (2:1), Sofiane Oumiha, Frankreich (3:0), und Robson Conceição, Brasilien (3:0), gewonnen hatte und erst im Finale gegen Lázaro Álvarez, Kuba, aufgrund einer Verletzung ausschied. Er qualifizierte sich damit für die Olympischen Spiele 2016.
Seit der Saison 2012/13 kämpft Selimow für die Azerbaijan Baku Fires in der World Series of Boxing. In seiner ersten Saison siegte er in allen vier Kämpfen der regulären Saison in denen er eingesetzt wurde. Im Viertelfinale der Playoffs verlor er gegen Wassyl Lomatschenko von den Ukrainian Otamans und auch sein Team schied aus dem Kampf um die Meisterschaft aus.
In der Saison 2013/14 bestritt Selimow nur einen Kampf der regulären Saison, welchen er gewann. Zudem wurde er sowohl im Viertelfinale, Halbfinale als auch im Finale der Playoffs eingesetzt und hatte mit zwei Siegen bedeutenden Anteil an der Vizemeisterschaft seines Teams.
In der Saison 2015 wurde Selimow in sechs von sieben Kämpfen der regulären Saison eingesetzt und gewann alle. Er belegte damit in der Rangliste seiner Gewichtsklasse in dieser Saison den zweiten Platz hinter Lázaro Álvarez.
1974: Howard Davis | 1978: Ángel Herrera | 1982: Adolfo Horta | 1986: Kelcie Banks | 1989: Airat Chamatow | 1991: Kirkor Kirkorow | 1993: Serafim Todorow | 1995: Serafim Todorow | 1997: István Kovács | 1999: Ricardo Juarez | 2001: Ramaz Paliani | 2003: Galib Dschafarow | 2005: Alexei Tischtschenko | 2007: Albert Selimow | 2009: Wassyl Lomatschenko