Charles T. Crowden

Charles T. Crowden war ein britischer Hersteller von Automobilen.

Charles Crowden gründete 1898 das Unternehmen in Leamington Spa und begann mit der Produktion von Automobilen. Der Markenname lautete Crowden. 1901 endete die Produktion.
Crowden stellte Experimentalfahrzeuge her, von denen er einige auch verkaufte. Dazu gehörten ein Wagen mit Dampfmotor und ein Fahrzeug mit Ottomotor und 10 PS Leistung.
1900 verwendete er in einem Fahrzeug einen Einzylindermotor mit 5 PS Leistung. Die Motorleistung wurde mittels Riemen an die Antriebsachse übertragen. Das Getriebe hatte drei Gänge. Dieses Fahrzeug ist erhalten geblieben und gehört zur Sammlung des Museum of British Road Transport in Coventry.
Er verkaufte ein Feuerwehrfahrzeug mit Dampfmotor an die Norwich Union Fire Insurance Company in Worcester und eines mit Ottomotor an die Feuerwehr in Leamington Spa.
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Dackscheid

Dackscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Dackscheid liegt zwischen Lünebach im Nordwesten und Waxweiler im Südwesten wenige Kilometer östlich der B 410. Zur Gemeinde gehört auch der Wohnplatz Coumontshof. Rund 60 % der Gemeinde sind Landwirtschaftsfläche und rund 30 % Wald.
Grab- und Münzfunde weisen auf eine römische Besiedlung östlich des heutigen Ortes im 2. und 3. Jahrhundert hin. Die Namensendung „-scheid“ ist typisch für eine Ortsgründung in der Rodungsphase des 12./13. Jahrhunderts.
Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zum Kondominium Pronsfeld, das unter der gemeinsamen Landeshoheit des Kurfürstentums Trier und des Herzogtums Luxemburg stand. Nach der Annexion der Region durch französische Revolutionstruppen wurde Dackscheid 1795 dem Kanton Arzfeld im Departement der Wälder zugewiesen. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde das Gebiet und damit auch Dackscheid 1815 dem Königreich Preußen zugesprochen. Unter der preußischen Verwaltung kam die Gemeinde Dackscheid 1816 zum neu errichteten Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier. Sie gehörte zur Bürgermeisterei Lünebach und später zum Amt Waxweiler.
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dackscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:
Der Gemeinderat in Dackscheid besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
In Rot silberne Glocke, Pinienzapfen und lediges, steigendes Fohlen (2:1).
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Giuseppe Terragni

Giuseppe Terragni (* 18. April 1904 in Meda, Italien; † 19. Juli 1943 in Como, Italien) war ein italienischer Architekt und zählt zu den bedeutendsten Vertretern des italienischen Rationalismus.

Giuseppe Ercole Enea Terragni wurde als jüngster von vier Söhnen des in Meda tätigen Bauunternehmers Michele Terragni geboren. 1909 zog die Familie Terragni nach Como in die via Indipendenza. Ab 1917 besuchte Giuseppe Terragni das Istituto Tecnico Cajo Plinio Secondo in Como. Danach studierte er von 1921 bis 1926 Architektur am Mailänder Polytechnikum, wo er im Oktober 1926 diplomierte.
Zusammen mit sechs weiteren Hochschulabsolventen des Politecnico di Milano – Luigi Figini, Guido Frette, Sebastiano Larco, Adalberto Libera, Gino Pollini, Carlo Enrico Rava – gründete er 1926/27 unter dem Namen Gruppo 7 die Architektur-Bewegung der Architettura Razionale. Das Manifest des italienischen Rationalismus (Razionalismo), die sogenannten 4 note, wurden von der Gruppo 7 unter dem Titel „Architektur und eine neue Epoche der Klassik“ in der Zeitschrift La Rassegna Italiana zwischen Dezember 1926 und Mai 1927 veröffentlicht.
Nach seinem Architekturdiplom gründete Giuseppe 1927 mit seinem Bruder Attilio Terragni ein Architekturbüro im elterlichen Wohnhaus in Como. Dieses Büro wurde bis 1939 geführt. Bei der ersten Ausstellung der Architettura Razionale 1928 in Rom war Terragni mit seinem Entwurf für ein Gaswerk in Como (1927) vertreten. 1932 begann seine Zusammenarbeit mit dem Mailänder Architekten Piero Lingeri, mit dem er 1936 die Casa Rustici in Mailand realisierte.
Terragni ist einer der wichtigsten Wegbereiter der architektonischen Moderne in Italien. Für Bruno Zevi stellt das Werk Terragnis den Ankerpunkt einer organischen und innerlich demokratischen Architektur dar, für die es ansonsten in Italien kaum Ansatzpunkte gibt. Zu den wesentlichen Gestaltungselementen seiner Architektur zählte die strikte Ablehnung des Historismus sowie die Reduktion auf elementare geometrische Grundformen. Neben der Orientierung an den Leitbildern der klassischen Moderne wurden durch die romanità und mediterraneità bewusst auch nationale Bautraditionen zum Vorbild. Gerade die Verwendung von Marmor oder auch die Dreidimensionalität der Fassade zählen für die Architettura Razionale zu den nationalen Prägungen. Schon 1925 war Terragni nach Florenz und Rom gereist, um dort die Architektur der Antike und Renaissance zu studieren. Er zeigte sich fasziniert von den kristallklaren geometrischen Körpern, deren Formenreichtum auf wenigen Typen basiert. Für das genaue Studium der Architektur der Moderne unternahm er 1927 (Oktober/November) und 1931 (November) Reisen nach Deutschland.
Seinem Selbstverständnis zufolge betrachtete Terragni seine Architektur keinesfalls frei von historischen, vor allem klassizistischen Bezügen. Im Sinne ihrer abstrahierenden Momente bezog er sich bewusst auf die römische Antike, wie etwa die Qualität von Ordnung und Rhythmus in seinen Arbeiten zeigen. Terragnis Klassizismus beruht demnach auf einem absoluten Purismus mathematischer Beziehungen, der sich in klassischen Proportionen ausdrückt.
In seiner nur 13 Jahre währenden Schaffenszeit von 1926 bis 1939 errichtete er zahlreiche Gebäude, die konsequent vom Geist der Moderne getragen sind, darunter das Wohngebäude Novocomum mit seiner markanten, an Konstantin Stepanowitsch Melnikow erinnernden Ecklösung (1929), die Casa del Fascio (heute Casa del Popolo, 1936) mit ihrem rationalistischen Proportions- und Raumordnungssystem sowie den Kindergarten Sant’Elia (1937). Alle genannten Gebäude befinden sich in Terragnis Hauptschaffensort, dem norditalienischen Como.
Typisch für die Situation in Italien war, dass sich Terragni, wie fast alle anderen führenden italienischen Modernisten, offen zum Faschismus bekannte und seine rationalistische Architektur dem Regime als Staatsstil anzudienen versuchte. Erst nach 1935 gewannen in Italien neoklassizistische, monumentale Tendenzen der sogenannten Scuola Romana schrittweise die Oberhand. Terragni hatte sich davon bis zu seinem frühen Tod mit 39 Jahren allerdings nicht beeinflussen lassen. Am 19. Juli 1943 verstarb er in Como an den Folgen seines Einsatzes als Soldat an der deutsch-italienischen Front in Russland. Nach einer kurzen Zeit im russischen Feldlazarett wurde er im Januar 1943 nach Italien zurückgebracht und in Cesenatico in das Ospedale Militare eingeliefert. Trotz längerer Klinikaufenthalte konnte er sich jedoch nicht mehr erholen und erlitt eine Hirnvenenthrombose.
Vor allem für nachfolgende Architekten wie Aldo Rossi, Nicos Valsamakis aber auch Peter Eisenman war Giuseppe Terragni ein wichtiger Bezugspunkt.

Momo (Unternehmen)

Momo ist ein Produzent von Lenkrädern und Felgen, die vornehmlich im Motorsport, aber auch im gehobenen Zubehörbereich für Automobile oder als Sondermodelle am Computer bei Rennsimulationen verwendet werden. Daneben werden noch Tuning- und Rennsportteile und -zubehör vertrieben (Fahrerausrüstung, 6-Punkt-Gurte, Helme, Kartausrüstung).
Momo ist eine Abkürzung für Moretti, Monza, nach dem Namen des Firmengründers und italienischen Rennfahrers Giampiero Moretti (1944–2012) und dem Firmensitz Monza. Die Firma wurde in den frühen 1960er-Jahren gegründet. 1964 war der Ferrari Formel-1-Wagen des Weltmeisters John Surtees mit einem Momo-Lenkrad ausgerüstet.
Für Serienfahrzeuge waren die Lenkräder meist zu teuer; man beschränkte sich auf den Zubehörhandel. Unter dem Namen „Momo Corse“ wurde eine zweite, nicht so anspruchsvolle Produktlinie für zulassungsfähige Zubehörteile eröffnet. Die klassischen „Momo“-Produkte sind für den Einsatz im Rennsport konzipiert.
In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Hersteller von Computerzubehör Logitech entstanden Lenkräder und Pedalsätze für Rennsimulationen.

Edwin Scharff

Edwin Paul Scharff (* 21. März 1887 in Neu-Ulm; † 18. Mai 1955 in Hamburg) war ein deutscher Bildhauer, Medailleur und Grafiker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Mit 15 Jahren verließ Edwin Scharff seine Heimatstadt Neu-Ulm, um in München an der Kunstgewerbeschule von 1903 bis 1907 in der Malerklasse von Ludwig von Herterich und später an der Königlichen Akademie der Künste das Fach Malerei zu studieren. Im Jahr 1906 entstanden seine ersten Bildhauerarbeiten und 1908 erste Radierungsmappen zum Thema Träume und Skizzen.
Nach einem einjährigen Aufenthalt in Paris im Jahr 1912/13 begegnete er Jules Pascin. Er wurde 1913 Gründungsmitglied der Münchener Neuen Secession. Danach wechselte Edwin Scharff zur Bildhauerei, womit der Beginn seiner produktivsten Schaffensphase verbunden war. 1923 wurde er als Professor an die Hochschule für Bildende Künste nach Berlin berufen, wo er zahlreiche öffentliche Aufträge für Denkmäler, Büsten und Medaillen erhielt. 1927 wurde Edwin Scharff zum Vizepräsidenten des Deutschen Künstlerbundes gewählt.
Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er zunächst an die Kunstakademie Düsseldorf versetzt. Auf der Reichsausstellung Schaffendes Volk 1937 in Düsseldorf errichtete er für über 100.000 Reichsmark zwei Figuren für den Eingang, die Rossebändiger. Kurz darauf wurde er jedoch als entarteter Künstler diffamiert, 1937 von seinem Lehramt beurlaubt und von den Nazis mit einem Arbeitsverbot belegt. Drei seiner Werke wurden im Juli 1937 in der NS-Ausstellung Entartete Kunst verhöhnt und 46 seiner Werke schließlich als Entartete Kunst vernichtet.
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Edwin Scharff wieder dem Deutschen Künstlerbund an und war dort im erweiterten Vorstand als Jurymitglied von 1951 bis 1955 tätig. Von 1946 an unterrichtete er an der Landeskunstschule in Hamburg, wo er 1955 verstarb. Die Platten für die Grabstätte auf dem Friedhof Hamburg-Ohlsdorf fertigte seine Schülerin Ursula Querner, vermutlich aus dem Material Trani Perlato.
Auf den Kunstausstellungen documenta 1 (1955) und documenta 2 (1959) in Kassel wurden auch seine Werke der internationalen Öffentlichkeit gezeigt. Der in seinem Todesjahr von der Stadt Hamburg gestiftete jährlich vergebene Edwin-Scharff-Preis erinnert an ihn.
In seiner Geburtsstadt Neu-Ulm wurde im Jahr 1999 das Edwin Scharff Museum eröffnet, das in seiner Dauerausstellung einen umfassenden Überblick über das Werk Scharffs gibt. Im Besitz des Edwin Scharff Museums befinden sich unter anderem zwei Bronzeplastiken der Eltern von Franz Moufang, eine Büste von Wilhelm Moufang senior und ein Hochrelief-Tondo von dessen Ehefrau Julie Stutzmann aus der Zeit um 1920.
Die 1917 entstandene Skulptur Bildnis der Schauspielerin Anni Mewes ist in Berlin zusammen mit weiteren im Jahr 1937 als „entartet“ beschlagnahmten Skulpturen anderer Künstler beim Berliner Skulpturenfund 2010 wiederentdeckt worden, als an der Rathausstraße gegenüber dem Roten Rathaus im Vorfeld von U-Bahn-Bauarbeiten Rettungsgrabungen durchgeführt wurden.
Thematisch bestimmen Scharffs Werk neben Pferdedarstellungen humanistische Traditionen. Seine Formensprache liegt zwischen stilisierender, expressiver und kubisierender Darstellung.

Bergen (Limburg)

Bergen (lim. Baerge) ist eine niederländische Gemeinde der Provinz Limburg und hatte am 1. Januar 2014 laut Angabe des CBS 13.231 Einwohner. Bergen hat eine Gesamtfläche von 109,43 km².
Sie besteht aus einem 20 km langen Streifen entlang der Maas, nördlich von Arcen en Velden. Sie grenzt an die deutsche Stadt Goch. In der Gemeinde liegen die Dörfer Bergen und Nieuw-Bergen mit dem Rathaus, Aayen, Afferden, Wellerlooi und Well – alle an der Maas – sowie Siebengewald an der Straße nach Goch.
Das ganze Gebiet gehört erst seit 1815 zu den Niederlanden. Zuvor gehörte es u. a. zu Preußen und Österreich. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Dörfer mit ihren Kirchen und Schlössern größtenteils zerstört, da sie von etwa November 1944 bis März 1945 an der Frontlinie lagen. Die evakuierten Orte wurden außerdem mehrmals geplündert.
Die Gemeinde grenzt beinahe unmittelbar an das Gebiet des Flughafens Weeze in der benachbarten bundesdeutschen Gemeinde.
Es gibt in der Gemeinde viel Landwirtschaft, einige Jachthäfen, Campingplätze und eine Kiesgrube.
Bei Well entstand ein See, auf dem Wassersport betrieben werden kann. Im Süden der Gemeinde liegt der Naturpark „De Hamert“, in welchem viele unter Artenschutz stehende Pflanzen und Tiere leben.
Beek | Beesel | Bergen | Brunssum | Echt-Susteren | Eijsden-Margraten | Gennep | Gulpen-Wittem | Heerlen | Horst aan de Maas | Kerkrade | Landgraaf | Leudal | Maasgouw | Maastricht | Meerssen | Mook en Middelaar | Nederweert | Nuth | Onderbanken | Peel en Maas | Roerdalen | Roermond | Schinnen | Simpelveld | Sittard-Geleen | Stein | Vaals | Valkenburg aan de Geul | Venlo | Venray | Voerendaal | Weert

Otto Preßler

Otto Preßler (* 29. Dezember 1895 in Kiel; † 8. Juli 1981) war ein deutscher Politiker der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).

Preßler wurde nach der Volksschule zum Einrichter ausgebildet. Im Ersten Weltkrieg war er Soldat und wurde als Waffenmeister eingesetzt. Nach der Rückkehr nach Kiel Anfang 1919 arbeitete er bei der Werft „Stocks & Kolbe“. Dort wurde er später Betriebsratsmitglied. In den 1920er Jahren wechselte er zur „Germania Werft“. Nach 1945 wurde er Bevollmächtigter der IG Metall in Kiel und Betriebsratsvorsitzender der Firma Hagenuk.
Preßler gehörte seit 1911 der Sozialistischen Arbeiterjugend an, die in Kiel als „Freie Jugendorganisation an der Kieler Förde“ auftrat. Er trat im Januar 1919 neugegründeten KPD bei. Ab 1920 war er Vorsitzender der KPD. 1929 wurde er wegen Rechtsabweichlertum aus der Partei ausgeschlossen und trat der KPDO bei. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er erneut KPD-Mitglied.
Preßler gehörte 1946/47 den beiden ernannten Landtagen von Schleswig-Holstein an. Im ersten ernannten Landtag war er Vorsitzender der KPD-Fraktion.
Bei den Kommunalwahlen 1946 wurde er in der Rat der Stadt Kiel gewählt.

Konstantinos Nikolopoulos

Konstantinos Agathophron Nikolopoulos (griechisch Konstandínos Agathófron Nikolópoulos Κωνσταντίνος Αγαθόφρων Νικολόπουλος, in Frankreich auch Constantine Nicolo-Poulo; * 1786 in Smyrna; † 1841 in Paris) war ein griechischer Komponist, Musikwissenschaftler, Schriftsteller und Philologe.
Nikolopoulos war der Sohn eines gebildeten Flüchtlings aus Andritsena. Die Kindheit verbrachte er in seiner Heimatstadt Smyrna, wo er auch einige Jahre an der berühmten Evangelikí Scholí (Ευαγγελική Σχολή, etwa ‚Evangelisches Institut‘) studierte. 1806 begab sich die Familie nach Paris, Nikolopoulos wurde Bibliothekar am Institut de France, widmete sich aber nebenher privaten Studien. Gleichzeitig engagierte er sich in der philhellenischen Bewegung für einen eigenen griechischen Staat auf der Basis des antiken kulturellen Erbes. So war er Mitglied der Filiki Eteria, des Elliniko Komitato (Ελληνικό Κομιτάτο) und der Philomusengesellschaft.
Nach dem Tod seines Vaters vermachte er 1838 dessen gesamte private Bibliothek (rund 3.500 Bände) der Stadt Andritsena, wo sie zur Grundlage der heute nach ihm benannten Stadtbibliothek wurde. Noch bevor Nikolopoulos einer Einladung der Stadt Andritsena folgen konnte, starb er 1841 plötzlich und unerwartet an Wundstarrkrampf.
Nikolopoulos war als Forscher über die Musik des Antiken Griechenland wie als Herausgeber antiker Autoren tätig; als Schriftsteller verfasste er vor allem patriotische Aufrufe an die Griechen zum Aufstand gegen die Tourkokratia.
Sein kompositorisches Schaffen bestand hauptsächlich in Kompositionen auf antike griechische Texte für Solostimmen oder Chor und Klavier in Form von Hymnen oder szenischen Kantaten, so vertonte er ein Jahr vor seinem Tod die Olympische Ode Pindars. Außerdem verfasste er vokale Salonmusik in Form von Romanzen und Liedern, einige Bedeutung haben seine liturgischen Musiken für den orthodoxen Gottesdienst, die frühe polyphone Elemente ausweisen, darunter ein Kyrie eleison, ein Kyrie soson tous eusebeis und Ten Oraioteta.

Victor Razafimahatratra

Victor Kardinal Razafimahatratra SJ (* 8. September 1921 in Ambanitsilena-Ranomasina, Madagaskar; † 6. Oktober 1993 in Antananarivo) war Erzbischof von Antananarivo.
Victor Razafimahatratra studierte nach seiner Schulzeit im Priesterseminar von Fianarantsoa die Fächer Katholische Theologie und Philosophie. 1945 trat er in den Jesuitenorden ein und setzte seine Studien im belgischen Brüssel fort. 1956 empfing er das Sakrament der Priesterweihe und wurde nach weiterführenden Studien im Jahre 1960 Regens des Knabenseminars von Fianarantsoa. 1963 legte er seine feierliche Profess im Jesuitenorden ab und wurde zum Superior der Jesuitenniederlassung in Amboistra ernannt. In den Jahren 1969 bis 1971 leitete er als Regens das Priesterseminar von Fianarantsoa.
1971 ernannte ihn Papst Paul VI. zum Bischof von Farafangana, 1976 zum Erzbischof von Antananarivo. Am 24. Mai desselben Jahres nahm er ihn als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Croce in Gerusalemme in das Kardinalskollegium auf. Victor Razafimahatratra starb am 6. Oktober 1993 in Atananarivo.

Pfarrkirche St. Stefan am Krappfeld

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Stefan am Krappfeld in der Gemeinde Mölbling wurde 1131 erstmals urkundlich genannt. Die ehemalige Wehrkirche wurde 1478 von den Türken belagert und 1480 von den Ungarn eingenommen. Die wehrhafte Friedhofsmauer wurde 1858 abgetragen und durch eine niedrigere ersetzt.

Das Gotteshaus ist eine um 1200 errichtete romanische Chorturmkirche. Das Langhaus wurde im 16. Jahrhundert verlängert. Südlich des Chorquadrats wurde die Sakristei angebaut. Im Barock wurde an der Südseite eine Kapelle errichtet und die Fassaden mit Putzpilastern neu gestaltet. Im 19. Jahrhundert erhielt die Kirche ein südliches Seitenschiff. Alle Fenster bis auf das östliche Chorfenster wurden neugotisch umgestaltet. Der mächtige Chorturm wurde mehrmals erhöht. Die Schallfenster in den romanischen und gotischen Glockengeschoßen wurden vermauert. Heute besitzt der Turm im fünften Geschoß rundbogige, barocke Schallfenster. Er und wird von einem Zwiebelhelm von 1766 bekrönt. Die älteste Glocke wurde 1435 gegossen. 1993/94 legte man an der Westfassade ein spätgotisches Ölbergfresko frei. Neben dem Kielbogenportal ist ein romanisches Flechtbandkapitell eingemauert.
Nach dem Brand von 1765 erhielt das ursprünglich flach gedeckte Langhaus eine Stichkappentonne auf Konsolen. Die dreiachsige Steinempore ist kreuzgratunterwölbt und besitzt eine Holzbrüstung über spitzbogigen Arkaden. Der eingezogene, romanische Triumphbogen wurde an den Kanten gotisch abgefast. Im kreuzgratgewölbten Chorquadrat befindet sich eine spätgotische Sakramentsnische, die von gedrehten Säulchen und Fialen gerahmt wird. 1989 wurden an der Triumphbogenwand gotische Fresken freigelegt. An der Nordseite ist eine um 1425 gemalte Pietà zu sehen, an der Südseite eine heilige Kümmernis.
Portal und Ölbergfresko
Pietà
Der um 1640 gefertigte, frühbarocke Hochaltar mit Nischen zwischen gedrehten, kannelierten und mit Knorpelwerk besetzten Säulen, einem ebensolchen Aufsatz und Knorpelwerk geschmückten Opfergangstüren birgt im Hauptgeschoß die Figuren der heiligen Florian, Stephanus und Sebastian sowie im Aufsatz eine Verkündigungsgruppe, flankiert von den Heiligen Barbara und Margaretha. Das um 1720/1730 geschnitzte Relief des Antependiums zeigt die Steinigung des heiligen Stephanus. Die Kirche besitzt ein 1612 entstandenes Fastentuch des Zentral-Typs mit acht um eine zentrale Kreuzigungsgruppe angeordneten Passionsszenen in Rundmedaillons.
Als linker Seitenaltar dient ein gemauerter kubischer Altartisch mit Steinplatte vor dem gotischen Fresko einer Pietà (siehe oben). Im Antependium ist ein Weihekreuz gemalt.
Der rechte Seitenaltar wurde 1707 von Joannes Jakobus Marcelus Senge gefasst und birgt im Schrein eine Muttergottes.
Der Altar der Seitenkapelle entstand um 1670/1680 und stellt im Mittelbild die heilige Barbara dar. Weiters stehen die Skulpturen der heiligen Katharina und Rosalia am Altar.
Die um 1700 gefertigte Kanzel trägt am Kanzelkorb die Skulpturen der vier Evangelisten und am Schalldeckel die des Erzengels Michael.
Das Gemälde der Heiligen Cosmas und Damian vor der Madonna aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt ursprünglich aus der Filialkirche St. Kosmas. Das Kruzifix über dem Triumphbogen schnitzte 1955 Hans Domenig. Die intarsierten Kirchenbänke sind mit „1745 AKUT“ bezeichnet.
Der linke Seitenaltar
Der rechte Seitenaltar
Altar der Seitenkapelle
46.86744166666714.445997222222Koordinaten: 46° 52′ 2,8″ N, 14° 26′ 45,6″ O